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Webinar: Wie COVID-19 den E‑Commerce und die Lieferung auf der letzten Meile verändern wird
Personalmangel, unausgewogene Nachfrage, verändertes Kaufverhalten im Einzelhandel und E-Commerce, mehr Hauslieferungen – wie reagieren Sie auf plötzliche Störungen?
Die Coronavirus-Pandemie verändert, wie Verbraucher einkaufen: Für manche Unternehmen eröffnen sich Chancen, andere kämpfen ums Überleben. Um die aktuellen Herausforderungen von Führungskräften im Einzelhandel, E-Commerce und bei Lieferdiensten zu verstehen und anzugehen, hat Urbantz ein interaktives Webinar mit drei Branchenexperten veranstaltet: Marek Rozycki, Managing Partner Last Mile Experts, Ian Kerr, Founder of the Postal Hub Podcast, und Michael Darchambeau, Chief Strategy Officer bei Urbantz. Die Aufzeichnung des Webinars finden Sie weiter unten.
Marek, Ian und Michael beantworteten zahlreiche Fragen der Teilnehmenden nach Tipps, Strategien und Erkenntnissen dazu, wie sich Lieferunternehmen anpassen können. Hier sind die 3 häufigsten Fragen mit den Antworten unserer Experten:
Frage 1: Jede geschäftliche Entwicklung braucht einen gewissen Kipppunkt, bevor sie möglich wird – entweder einen Durchdringungsgrad für die Marktakzeptanz oder eine Marktgröße, ab der die Investition einen akzeptablen ROI erzielt. Welche technologischen Innovationen haben in welchen Märkten durch COVID diesen Kipppunkt erreicht?

Ian Kerr, Founder of the Postal Hub Podcast
Wenn Sie noch nicht online verkaufen, investieren Sie in eine Plattform oder suchen Sie sich einen Marktplatz. In Deutschland hat DHL Paket eine Initiative für Händler gestartet, die ihre Geschäfte wegen der Coronavirus-Pandemie schließen mussten. DHL zeigt Ladeninhabern, wie sie ihre Produkte an Kunden versenden und online anbieten können. Jeden Monat sehen wir Hunderte solcher Projekte entstehen, und sie werden nach der Pandemie nicht verschwinden. Spediteure werden von höheren Volumen und Kundenerwartungen überrollt. Es gibt heute dynamische Systeme, die Händlern und Spediteuren helfen, ihre Lieferprozesse zu steuern – und ihre Kunden zufriedenzustellen. Händler und Spediteure, die während der Pandemie beim Kundenservice überzeugen, legen den Grundstein dafür, langfristig zu den Gewinnern im E-Commerce zu gehören.
Frage 2: Eine Frage zu den Kosten der letzten Meile für Händler. Das ist ein riesiges Thema. Amazon trägt bekanntlich Kosten in Milliardenhöhe, aber was ist mit den anderen? Hinzu kommt, dass die Kosten bei den sehr geringen Margen der Transportdienstleister nicht sinken werden. Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, werden auch die Zukunftsinvestitionen in Elektrofahrzeuge und Wasserstoff ein Thema sein und sich auf die Kosten auswirken. Wie lassen sich Kosten und Rentabilität gleichzeitig in Einklang bringen?
Michael Darchambeau, Chief Strategy Officer, Urbantz
Aus meiner Erfahrung mit umweltfreundlichen Lieferdiensten würde ich den Umstieg auf Elektro- oder Wasserstofffahrzeuge trotzdem nicht überstürzen. Selbst die größten Spediteure können es sich heute nicht leisten, ihre Flotte auf solche Alternativen umzustellen – wegen der möglicherweise hohen Kosten, der Schwierigkeiten bei der Wartung und des noch unzureichend ausgebauten Ladenetzes. Es stellt sich also die Frage, ob sich der ROI positiv auf Ihre Margen auswirken kann. Gleichzeitig nimmt der Trend zu umweltfreundlichen Lieferungen zu, und wir erwarten, dass er in der Post-COVID-Welt weiter wächst, in der Verbraucher mehr Wert auf gesunde und umweltfreundliche Services legen werden. Zudem werden Städte immer mehr Vorschriften erlassen, die allerdings mit Subventionen als Anreiz für umweltfreundliche Unternehmen flankiert werden sollten. Meiner Meinung nach besteht die optimale Strategie heute darin, auf Systeme zur Lieferoptimierung zu setzen. So zeigte eine Fallstudie von Urbantz bei einem Händler eine um 30 % höhere Fahrzeugauslastung. Das bedeutet, dass ein durchschnittliches Fahrzeug bis zu 30 % stärker genutzt werden kann – so maximieren Sie Ihre Margen, indem Sie „versteckte“ Ressourcen nutzen. Darüber hinaus kann ein solches System sämtliche Abläufe Ihres Lieferprozesses steuern. So erkennen Sie Einsparpotenziale oder können gefahrlos mit neuen Lieferoptionen wie Fahrrädern oder Elektrofahrzeugen experimentieren und deren Effizienz automatisch mit der bestehenden Flotte vergleichen.
Frage 3: Ist E-Commerce in der aktuellen Situation Ihrer Meinung nach die einzige Lösung für Händler?
Marek Rozycki, Managing Partner Last Mile Experts
Erst kürzlich wurden die Quarantänemaßnahmen in mehreren europäischen Ländern bis Mitte Mai verlängert. Wir sollten darauf vorbereitet sein, dass sie sogar über den Sommer bestehen bleiben. Doch selbst wenn die Quarantäne morgen aufgehoben würde, deuten die Erfahrungen aus China (dem ersten von COVID betroffenen Land) darauf hin, dass der stationäre Handel nicht so schnell – wenn überhaupt – zur Nachfrage vor der Quarantäne zurückkehren wird. In dieser Situation fragen Sie sich vielleicht, wie lange Ihr traditionelles Geschäft ohne Umsätze überleben kann… oder welche anderen Kanäle außer dem Onlinehandel Sie haben. Was können also traditionelle Händler tun? Ehrlich gesagt gibt es für den klassischen stationären Handel derzeit keine echte Alternative dazu, online zu gehen. Es gibt jedoch mehrere Möglichkeiten, dies anzugehen. Je nach Unternehmensgröße zeichnen sich 2 Hauptrichtungen ab: eine eigene E-Commerce- bzw. Digitalstrategie (große Player) oder Partnerschaften mit großen E-Commerce-Anbietern wie Amazon oder eBay und/oder öffentlich-private Partnerschaften, an denen Spediteure oder Postunternehmen beteiligt sein können (die teilweise auch Unterstützung durch eine E-Commerce-Plattform bieten). Ein hervorragendes Beispiel war das Projekt von eBay, das vor einiger Zeit in Mönchengladbach gestartet wurde.
Hier können Sie die Aufzeichnung des Webinars ansehen:

Möchten Sie über Ihre Pläne zur Geschäftskontinuität in Zeiten des Coronavirus sprechen? Nehmen Sie noch heute Kontakt mit uns auf. Auf Basis unserer Erfahrungen mit den jüngsten Ereignissen in Europa helfen wir Ihnen, Ihre Lieferprozesse mit einer schnellen Einrichtung zu planen und zu optimieren.