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Wie China während der Pandemie auf Liefertechnologie setzte
COVID-19, weithin als das neue Coronavirus bekannt, hat die Welt überrascht – und zwar nicht im positiven Sinne. Diese Woche gab China, das Land, in dem der Ausbruch seinen Anfang nahm, bekannt, dass die Pandemie unter Kontrolle sei. In den Wochen bis zu diesem Ergebnis erlebten wir eine digital vernetzte Gesellschaft, die Technologie nutzte, um die Ausgangsbeschränkungen erträglicher zu machen und weiterhin zu florieren. Lösungen für das Liefermanagement spielten dabei eine große Rolle.
Seien wir objektiv: Diese Situation wird weder in Europa noch in den USA über Nacht verschwinden (auch wenn wir uns das alle wünschen). Was haben wir Menschen in Krisenzeiten also schon immer getan? Uns angepasst. Wir müssen jetzt kreativ werden, um zu bekommen, was wir brauchen – und eine Möglichkeit dafür ist die Hauslieferung mithilfe von Lösungen für das Liefermanagement.
Laut Chengyi Lin, Strategieprofessor an der INSEAD, übersteht China die Zeit des Coronavirus nicht nur, sondern gedeiht sogar – dank Lösungen für das Liefermanagement und zweier zentraler Faktoren, die dabei zusammenwirken:
Digital gestützte Liefersysteme: In Chinas Großstädten können online gekaufte Lebensmittel und andere Artikel in nur 20 Minuten nach dem Kauf nach Hause geliefert werden. Das ist vor allem dem Einsatz digitaler Technologien zu verdanken. Das Cainiao-Netzwerk von Alibaba etwa unterstützt die Lieferketten der angeschlossenen Händler mit einem KI-gestützten digitalen Bestandssystem, das die Online- und Offline-Einkaufswelt verbindet und in dem die physischen Geschäfte der Händler als erweitertes Vertriebsnetz dienen. So konnte Alibaba fast unmittelbar nach Verhängung des Lockdowns in Wuhan medizinische Güter und Lebensmittel in die Provinz liefern.
Vertrautheit der Verbraucher mit der Online-Welt: In den vergangenen fünf Jahren haben Alibaba Group, JD.com, MTDP (Meituan Dianping) und viele andere Unternehmen das Kaufverhalten chinesischer Verbraucher grundlegend verändert und sie vom stationären Einkauf in die Online-Welt geführt – oft gebündelt in einer sogenannten „Super-App“. Einer Schätzung zufolge lag der E-Commerce-Anteil in China 2019 bei 36,6 % der Einzelhandelsumsätze, wobei 71 % der chinesischen Verbraucher bereits online eingekauft hatten, überwiegend über Smartphone-Apps (80 % der E-Commerce-Transaktionen).

Professor Lin kommt zu dem Schluss: „Die Kombination aus digitaler Reife der Verbraucher und digital gestützten Lieferketten hat es den Anwohnern ermöglicht, die Hauslieferung lebenswichtiger Güter an Menschen in Selbstquarantäne zu organisieren. In den USA und Europa scheint das digitale Umfeld für diese Art von Reaktion jedoch deutlich weniger günstig zu sein als in China.“
Chengyi Lin führt aus, dass selbst in den USA, wo Verbraucher mehr als bereit sind, bei Amazon oder auf anderen Plattformen einzukaufen, nur 16 % der Transaktionen auf E-Commerce-Websites stattfanden.
Anders sieht es jedoch in Europa und der MENA-Region aus: Laut Eurostat haben 69 % der Menschen in der EU bereits in irgendeiner Form online eingekauft. Europa hat mit einem starken digitalen Markt und einer Verbraucherbasis, die für diese Art des Einkaufens offen ist, ausgesprochen gute Voraussetzungen für die Verbreitung von E-Commerce und hohe Hauslieferquoten. Bei mehreren Händlern auf dem Kontinent zeigt sich das bereits: Sie verzeichnen Zuwächse von fast 70 % bei Online-Käufen.
Nehmen wir Urbantz als Beispiel: Das Unternehmen gestaltet seit 5 Jahren den Sektor der Liefertechnologie in Belgien und darüber hinaus mit, und was es bietet, ist entscheidend, um in der Realität einer Pandemie ein gewisses Maß an Komfort aufrechtzuerhalten. Touren effektiv optimieren und verwalten, mit Fahrern kommunizieren und dem Endkunden Sichtbarkeit und Transparenz bieten zu können (all das bietet Urbantz – neben weiteren wichtigen Funktionen für die Hauslieferung) war noch nie so wichtig wie heute, schlicht weil wir alle im Lockdown – bewusst oder unbewusst – immer stärker auf Hauslieferungen angewiesen sind.
Wie das Beispiel China zeigt, haben Lösungen für das Liefermanagement es den Menschen ermöglicht, im Lockdown nicht nur zurechtzukommen, sondern sogar zu florieren.
Für Europa wie für die USA ist COVID-19 ein Weckruf. Ein Weckruf, nach den technologischen Fortschritten zu suchen, die uns helfen, diese Zeit zu überstehen. Es geht nicht mehr um wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, sondern darum, wie wir die Gesellschaft nach dem Ende der Pandemie zum Besseren gestalten können – und Liefertechnologie scheint ein hervorragendes und realistisches Gegenmittel zu sein.
Hadi Harb ist Last Mile Consultant bei Urbantz und auf die Märkte Vereinigtes Königreich und Nordeuropa spezialisiert.
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