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Das Problem der letzten Meile mit Algorithmen lösen: Interview mit Springer
Die Digitalisierung der letzten Meile eröffnet Händlern und Logistikunternehmen spannende neue Möglichkeiten: Software für die Lieferung auf der letzten Meile kann die Effizienz ihrer Abläufe mit leistungsstarken Algorithmen und prädiktiven Datensätzen maximieren.
In Europa, wo der Druck auf Unternehmen wächst, ihre Abläufe umweltfreundlicher zu gestalten, lassen sich diese Algorithmen auch für mehr Nachhaltigkeit einsetzen – indem sie die Gesamtzahl der Fahrzeuge auf der Straße, die gefahrenen Kilometer und den Kraftstoffverbrauch senken.
Neben der Tourenoptimierung helfen neue Funktionen wie intelligente Lieferzeitfenster am Point of Sale Unternehmen dabei, nachhaltige Logistik weiter voranzutreiben, indem sie für eine höhere Stoppdichte in städtischen Gebieten sorgen.
Unser CEO Jonathan hat mit Springer Professional über diese und weitere Themen der letzten Meile gesprochen. Das Interview auf Deutsch können Sie hier lesen…
„Algorithmen lösen das Problem der letzten Meile“ – Springer Professional
… oder Sie bleiben auf dieser Seite und lesen die Fassung unten!
Der E-Commerce-Boom bringt mehr Abfall und Emissionen beim Transport mit sich. Wie groß ist das aktuelle Umweltproblem der Logistikbranche?
Die Logistik ist für einen enormen Anteil der Emissionen verantwortlich. Die letzte Meile ist in der Regel der teuerste und umweltschädlichste Teil der Lieferkette, obwohl sie der kürzeste ist – deshalb konzentrieren wir uns darauf.
Je mehr Kilometer Ihre Flotten für die Lieferungen auf der letzten Meile zurücklegen, desto höher sind die Umweltkosten. Laut dem Weltwirtschaftsforum werden die Emissionen der letzten Meile in den größten Städten in den nächsten zehn Jahren um weitere 30 % steigen.
Wir nennen das „das Problem der letzten Meile“, und genau dieses Problem sollen Plattformen wie Urbantz lösen, die auf leistungsstarken Algorithmen und Automatisierungen basieren.

Das E-Commerce-Volumen boomt, aber auch das Verkehrsaufkommen auf der letzten Meile. Wie bekommt man das in den Griff?
Für Händler und Logistikunternehmen kann es enorm schwierig sein, steigende Liefermengen effizient und mit möglichst geringer Umweltbelastung zu bewältigen.
Hier kommen spezialisierte Plattformen für das Liefermanagement auf der letzten Meile wie unsere ins Spiel. Wir nutzen erstklassige Algorithmen und Kartendaten, um Lieferaufträge intelligent auf Flotten und Spediteure zu verteilen. Durch die Konfiguration des Algorithmus können Sie auf die geringste Flottenkilometerleistung, die nachhaltigsten Touren, die niedrigsten Fahrzeugbetriebskosten oder jedes andere Ziel hin optimieren.

Die Trias des nachhaltigen Wirtschaftens besteht aus Ökologie, Ökonomie und sozialer Verantwortung. Wie sieht es mit der sozialen Komponente in der Logistikbranche aus?
Immer mehr Logistikakteure geben Nachhaltigkeitsversprechen ab – angetrieben von veränderten Verbrauchereinstellungen und neuen Gesetzen. Je stärker sich ein grünes Bewusstsein durchsetzt, desto mehr tragen Gründer, die Nachhaltigkeit als Teil ihrer Mission sehen, diese Werte in die Unternehmen.
Das Zusammenspiel von umweltbewussteren Verbrauchern und neuen Technologien kann spannende gesellschaftliche Entwicklungen anstoßen. So bevorzugen 80 % der Verbraucher Lieferzeitfenster, von denen sie wissen, dass sie umweltfreundlicher sind – selbst wenn das weniger Auswahl beim Lieferzeitpunkt bedeutet.
Das war der Ausgangspunkt für die Entwicklung unseres intelligenten Buchungssystems für Lieferzeitfenster, mit dem Händler auf den Wunsch der Verbraucher nach umweltfreundlicheren Lieferungen eingehen können.
Ein Algorithmus ordnet die Zeitfenster nach ihrer Umweltwirkung – basierend auf Tageszeit, Nähe zu anderen bestätigten Lieferungen usw. Die umweltfreundlichsten Zeitfenster können dann am Point of Sale mit Anreizen versehen werden, um nachhaltiges Buchungsverhalten zu fördern.
Nachhaltigkeit und die letzte Meile: Mehr über grüne Logistik erfahren
Bei rasant steigenden Lieferaufträgen klingt es nach einem Balanceakt, Logistikprozesse nachhaltiger zu gestalten. Welche internen Lösungen gibt es dafür?
Je mehr Lieferungen ein Unternehmen abwickeln muss, desto komplexer wird sein Liefernetzwerk. Große Unternehmen setzen in der Regel eine Mischung aus eigenen Flotten und externen Spediteuren ein, jeweils mit eigenen Spezialisierungen, Einschränkungen, Liefergebieten und Kosten.
Eine eigene Lösung zu entwickeln, um all das nachhaltig zu steuern, ist teuer, während Standardlösungen oft nicht flexibel genug sind, um das Liefererlebnis an Ihre Anforderungen anzupassen. Genau hier sehen wir unseren besonderen Mehrwert: Wir bieten eine leistungsstarke SaaS-Lösung, die Unternehmen schnell einführen und so konfigurieren können, dass sie ihrer eigenen Geschäftslogik folgt.

Welche externen Maßnahmen können für mehr Nachhaltigkeit in der Logistik sorgen?
Die Einstellungen der Verbraucher setzen markenbewusste Unternehmen unter Druck, ihre internen Prozesse zu ändern. Doch oft braucht es Gesetze, um die breitere Infrastruktur für einen Wandel der Branche zu schaffen.
In der EU beispielsweise beschleunigt der Vorschlag, die CO2-Emissionen im Straßenverkehr bis 2030 um 55 % zu senken und Benzinfahrzeuge bis 2035 zu verbieten, zweifellos den Umstieg auf Elektrofahrzeuge in den Flotten.
Gesetze wie dieses tragen dazu bei, die Mindeststandards für die gesamte Branche anzuheben.
Wie können Logistikunternehmen Nachhaltigkeitsrisiken in der Lieferkette erkennen und beseitigen?
Die meisten Unternehmen beschäftigen sich mit Nachhaltigkeit, wissen aber nicht unbedingt, wie sie ihren CO2-Fußabdruck messen sollen.
Die größte Herausforderung für Unternehmen besteht darin, die direkten und indirekten CO2-Emissionen ihrer Aktivitäten zuverlässig zu berechnen – ob mit Unterstützung von Beratern oder mithilfe von Plattformen wie unserer.
Wer weiß, woher seine Emissionen stammen, kann viel leichter einen Maßnahmenplan zu ihrer Reduzierung aufstellen.
Wie steht es um die Kosten solcher Nachhaltigkeitsbemühungen?
Die Umstellung auf eine vollelektrische Flotte ist nicht billig. Intelligente Tourenplanung kann diese Kosten durch eine höhere betriebliche Effizienz ausgleichen.
Um diese Einsparungen auf die nächste Stufe zu heben, müssen Händler und Logistikunternehmen Nachhaltigkeit in ihren Geschäftszielen jedoch genauso hoch gewichten wie Kosteneinsparungen.
In den letzten sechs Jahren haben wir eine Lösung entwickelt, die genau das ermöglicht und dafür sorgt, dass ihre Abläufe effizient und nachhaltig zugleich sind – ganz gleich, wie groß sie sind.